Produktionslenkungsplan


Das zentrale Dokument in der Qualität

Der Produktionslenkungsplan (PLP) [oder Controlplan (CP) oder QM Plan] ist das das zentrale Dokument im Bereich der Qualität. Das Dokument fasst alle Arbeits- und Prüfschritte zusammen. Alle Informationen, die auf das Produktion zutritt, muss im PLP genannt werden. Damit der PLP nicht zu einem „Monster“ wächst und dadurch zu komplex wird, ist es unabdingbar diesen zu standardisieren. Anbei zwei Gründe für das Standardisieren des PLPs:

  • Der PLP muss vom Dritte (QS, Auditoren, Kunden) lesbar und verständlich sein.
  • Verwaltungsaufwand bei der Aktualisierung (z.B. Reklamationsbearbeitung, Änderungsmanagement).

Den Standard standardisieren

Der Produktionslenkungsplan ist bereits vom Aufbau in der IATF 16949 definiert. Die VDA bietet bereits eine Vorlage zum Herunterladen an.

Der PLP ist bereits standardisiert!

Es geht hier nicht um die Begrifflichkeiten und Aufbau des PLPs. Es ist sehr wichtig diesen Punkt im PLP nicht zu verändern, ansonsten gibt es spätestens beim Prozessaudit eine Abweichung. Es gibt trotzdem einige Möglichkeiten den PLP zu standardisieren. Im Folgenden sind einige diese Möglichkeiten aufgelistet:

  • Keine unnötigen doppelte Arbeiten machen: Informationen, die ebenso für andere Produkte gültig sind, sollen in ein separates gelenktes Dokument zusammengefasst werden und im PLP mit einem Verweist versehen werden. Den Verweis im PLP nicht mit einer Revisionsnummer versehen. Bei einer Änderung des Dokument muss der PLP ebenso aktualisiert werden. Das ist unnötige Arbeit und nicht notwendig: Es gilt immer das aktuell gültige Dokumente!
    Die separaten Dokumente immer nach der KISS-Methode erstellen: KISS – Keep It Simple and Short/Stupid
  • Bei Standardmessmittel (Messschieber, Stahllineal, Waage) niemals die ID-Nr. angeben. Es ist ausreichend den Name des Messmittels (nicht Herstellername), sowie Messbereich und Auflösung anzugeben. Sobald das Messmittel mit der bestimmten ID ausgetauscht werden muss, muss der PLP nicht abgeändert werden.
    Diesen Punkt habe ich in der angehängte Vorlage eingebaut. Messmittel können im Reiter Stammdaten eingepflegt werden und im der Zelle im PLP durch ein Doppelklick aufgerufen werden.
  • Prüfumfang und Prüfhäufigkeit sollen ebenfalls mit Standardbegriffen versehen werden.
    Diesen Punkt habe ich in der angehängte Vorlage eingebaut. Prüfumfang und -häufigkeit können im Reiter Stammdaten eingepflegt werden und im der Zelle im PLP durch ein Doppelklick aufgerufen werden.
  • Nicht für jedes Produkt und Variante einen PLP erstellen. Fasst die Produkte nach Produktgruppen (z.B. pro Fertigungslinie) zusammen. Die genauer Produktbezeichnung nicht im PLP angeben. Die Steuerung erfolgt über den Fertigungsauftrag.
  • Was sich immer wiederholt kann man auch zusammenfassen.

Man kann natürlich noch mehr vereinfachen. Es hängt immer vom Produkt bzw. Produktion ab. Das Ziel soll immer sein den Optimierungsprozess am Laufend zu halten. Als Qualitätsplaner hat man nach einige Zeit einen Tunnelblick. Es ist sehr hilfreich neue Kollegen an Board zu holen. Aus der Diskussion merkt man sehr schnell wo die Probleme liegen und kann dort ansetzen.

Nicht so: Wir haben schon immer so gemacht!

Besser: Alles hinterfragen; warum müssen wir das genauso machen?

Dateiformat

Die Datei wurde mit Excel (Office 365) erstellt. Das Makro wurde mit VBA programmiert. Um das Makro nutzen zu können, muss die Datei heruntergeladen werden und die Sicherheit für Makro freigegeben werden.




Fragen

Sollten Sie Fragen, Anregungen, Ergänzungen oder weitere Informationen benötigen, dann nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf.

Schlusswort

Ich hoffe die Datei kann Ihnen in der Qualitätsplanung weiterhelfen.